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[Nachholtermin] Schreibweisen der Gegenwart. Workshop mit Klaus Birnstiel (Greifswald): Wie über Gegenwart schreiben?

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Eine Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 „Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses“ in Kooperation mit dem DFG-Projekt „Schreibweisen der Gegenwart. Zeitreflexion und literarische Verfahren nach der Digitalisierung“ der Uni Greifswald

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Workshop
Wann 27.10.2020
von 10:00 bis 15:00
Wo online via Zoom
Name Marlen Arnolds
Contact Email
Kontakttelefon 0228733808
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Lateral lesen. Gegenwärtige Lektüren

Einmal mehr verändert der gegenwärtige Medienwandel die Institutionen der Literatur und ihrer Kritik, deren geläufige, seit dem späten 18. Jahrhundert stabilisierte Ordnung zunehmend als historische Zufälligkeit und Ausnahme erscheint. Im veränderten Institutionengefüge verschieben sich die etablierten Relationen im Dreieck von Autor*in, Werk und Leser*in oder werden von neuen Formationen der Produktion und Rezeption abgelöst. In diesem Zusammenhang gewinnt eine praxeologische Erkundung von Phänomen und Begriff der Lektüre für eine literaturwissenschaftliche Befragung der literarischen Gegenwart eine gewisse Dringlichkeit. Ausgehend von der These, dass eine angemessene Form der Bewegung durch die Literatur sich weder vorwärts noch rückwärts, weder aufwärts noch abwärts, sondern seitwärts orientieren sollte, stellt der Workshop dementsprechend einige Elemente einer gegenwartsfähigen Lektürepraxis zur Diskussion.

Der Workshop findet via Zoom statt und ist nicht öffentlich zugänglich.

Das DFG-Projekt „Schreibweisen der Gegenwart. Zeitreflexion und literarische Verfahren nach der Digitalisierung“ (2020-2022) fragt nach Wechselwirkungen von Zeitreflexion und literarischen Verfahren unter den Bedingungen der Digitalisierung und reagiert damit auf eine neue, bislang nicht erforschte Fokussierung auf Gegenwart in literarischen und zeitdiagnostischen Texten. Ob Blogs, Facebook oder Twitter Publikationsort, Thema oder Strukturelement sind, sie verändern die Art und Weise, wie ein Text gemacht wird, wie und was erzählt wird – und wie Gegenwart gedacht wird. Ziel des Projekts ist eine Bestandsaufnahme und Analyse der Schreibweisen, mit denen unter den Bedingungen der Digitalisierung Gegenwart und Gegenwärtigkeit reflektiert, veranschaulicht und profiliert werden.

 

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