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[Abgesagt] Stephan Brössel (Münster): Die Zukunft der Zwischenphase. Grundlagen und Charakteristika einer literarischen Reflexion von Zeit zwischen Goethezeit und Realismus

— Kategorie:

Eine Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Abendvortrag
Wann 05.05.2020
von 18:15 bis 19:45
Name Marlen Arnolds
Kontakt E-Mail-Adresse
Kontakttelefon 0228733808
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Für die vielseitige Phase von 1830 bis 1850 im deutschsprachigen Raum ist bei aller Heterogenität, die die literarische Produktion insgesamt kennzeichnet, eines flächendeckend gegeben: das Nachdenken, die Reflexion von Zeit – und dies weniger hinsichtlich einer generellen Infragestellung der Grunddimension, wie dies dann im 20. Jahrhundert zu beobachten ist, als vielmehr in metareflexiver Hinsicht. Die Phase zwischen Goethezeit und Realismus versteht und konzipiert sich selbst als Interim, als ‚Zwischenphase‘ und schreibt diesem Selbstverständnis eine zeitreflexive Signatur ein – mit dem bemerkenswerten Effekt, dass im Zuge der widersprüchlichen Stellung zur ‚Vergangenheit‘ einerseits und dem skeptischen Blick auf die (eigene) ‚Gegenwart‘ andererseits der noch auszuhandelnden ‚Zukunft‘ ein epistemisch bedeutsamer Ort zugewiesen wird.


Der Vortrag nimmt eine Grundlagenbestimmung zwecks Erfassung reflexiver Zeitstrukturen vor und geht einigen Charakteristika einer literarischen Reflexion von Zeit in Texten von Gutzkow, Hebbel, Stifter und Vischer nach.

Stephan Brössel ist Akademischer Rat a. Z. am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dort am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt ‚Literatur und Medien‘ (Prof. Dr. Andreas Blödorn) tätig. Im Sommersemester 2020 vertritt er in Münster die Professur für Neuere deutsche Literatur von Prof. Dr. Moritz Baßler.

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