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Sophie Liepold (Wien): Vorlassbewusstsein. Transformation im Literaturarchiv

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Eine Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses.

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Abendvortrag
Wann 26.01.2022
von 18:15 bis 19:45
Wo via Zoom
Name Marlen Arnolds
Kontakt E-Mail-Adresse
Kontakttelefon 0228/73-3823
Termin übernehmen vCal
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Der Vortrag wird via ZOOM übertragen.

 

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Schriftstellerischen Vorlässen gilt seit nunmehr etlichen Jahren ein gesteigertes Interesse, nicht nur von Seiten der Archive, sondern auch von Seiten der Öffentlichkeit. Diese Entwicklung verweist auf grundlegende Transformationen innerhalb des Literatur- und Publikationsbetriebs, v.a. auf neue digitale und elektronische ‚Aufschreibesysteme‘ (F. Kittler), auf damit verbundene Neukonzeptionen von literarischer Produktion und geistigem Eigentum und auf einen sich entsprechend verändernden Literaturmarkt. In dem Vortrag sollen – in Fortschreibung des Konzepts des ‚Nachlassbewusstseins‘ (K. Sina/C. Spoerhase) – erste Linien diverser Vorlasspraktiken nachgezeichnet werden, die als ‚werkpolitischer‘ Einsatz Autorschaft unter den Bedingungen des digitalen Zeitalters, seiner ökonomischen und institutionellen, medialen und technikgeschichtlichen Gegebenheiten neu positionieren. Sammlungsstrategien der Literaturarchive stehen dabei ebenso im Fokus wie literarische Rezeptionssteuerungen und Schreibweisen, die bereits auf eine Archivierung zu Lebzeiten hinarbeiten und darauf abzielen, die ‚Werkherrschaft‘ (H. Bosse) auch auf nicht unbedingt ‚werkförmige‘ Textzeugnisse und damit den Vorlass auszudehnen.

 

 

 

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