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[Online] Ringvorlesung Gegenwart/Literatur - Interdisziplinarität II

— Kategorie:

Jens Schröter (Bonn): Medium und Gegenwart

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Ringvorlesung
Wann 15.07.2021
von 16:15 bis 18:45
Name Lisa Utsch
Kontakt E-Mail-Adresse
Kontakttelefon 0228733823
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Abstract
Im Forschungsprofil des Graduiertenkollegs Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses findet man den Hinweis, dass es ein „medienhistorisches Apriori“ der ‚Gegenwart‘ gebe – oder womöglich mehrere, die sich historisch epochal ablösen oder gar nebeneinander bestehen. Es werden eine Reihe von Medientechnologien aufgezählt und ergänzt um – mit Kittler gesprochen – „Aufschreibe- bzw. Erfassungssysteme der Zeit“ wie z. B. „Kalender […], Uhren, Tagebücher […] über Statistiken und Formulare bis hin zu optischen und akustischen Medien (Camera obscura, Daguerreotypie, Photographie, Phonographie, Film, Video etc.) sowie zu schriftlichen und mündlichen Kommunikationsmedien (Brief, Telegraphie, Telefon, E-Mail, SMS, Tweet). Sie alle haben Implikationen für Konzepte der ‚Gegenwart‘.“ Hier bahnt sich die Idee einer Medienarchäologie und Medientheorie der ‚Gegenwart‘ an – eine ebenso interessante wie unfassbar komplexe Aufgabe, die ich in meinem Vortrag unmöglich leisten kann. In meinem Vortrag möchte ich nur einige theoretische Bedingungen eines solche Unterfangens skizzieren und an Beispielen entwickeln.

 

Der zweite Teil der Ringvorlesung des Graduiertenkollegs Gegenwart/Literatur – Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses verhandelt unter dem Titel Interdisziplinarität medientheoretische, medienpraktische, kunst- und filmgeschichtliche Fragen von ›Gegenwart‹, dem Verhältnis von ›Gegenwart‹ und Literatur sowie die verschiedenen Modi der Vergegenwärtigung in verschiedenen Formen, Medien und Künsten. Was sind die gesellschaftlichen, diskursiven, medien- und öffentlichkeitsgeschichtlichen sowie zeit- und raumtheoretischen Voraussetzungen für historisch unterscheidbare Konzeptualisierungen von ›Gegenwart‹? Wie verfertigen historische und aktuelle, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Praktiken ›Gegenwart‹ – und ›ihre‹ Literatur?

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