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Qualifizierungskonzept

des Graduiertenkollegs Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses

Inhaltsverzeichnis

Qualifizierungskonzept des Graduiertenkollegs

          1) Grundlagen (1.– 4. Semester)

          2) Forschung (1.– 6. Semester)

          3) Praxis (2.– 5. Semester)

Betreuungskonzept

Überfachliche Qualifizierungsmaßnahmen an der Universität Bonn

Interdisziplinäre Vernetzung

Internationale Kontakte


Qualifizierungskonzept des Graduiertenkollegs

Die fachliche Betreuung der entstehenden Arbeiten erfolgt durch die beteiligten Hochschullehrer*innen sowie im Rahmen der modularen Struktur des Studienprogramms und nicht zuletzt durch den intensiven Austausch innerhalb des Kollegs. Durch die Einbindung interdisziplinärer Perspektiven, insbesondere durch die weiteren dauerhaft beteiligten Wissenschaftler*innen, die Gäste und Fellows sowie die internationalen Kooperationspartner*innen, wird den Doktorand*innen die Möglichkeit eröffnet, vielfältige methodische und theoretische Ansätze kennenzulernen, interkulturelle und interdisziplinäre Vergleichsperspektiven, Anregungen und Herausforderungen in die jeweils eigene Arbeit einzubeziehen und etwaige Schwierigkeiten zu bewältigen. Zentral für die Arbeit im Kolleg und die Qualifizierung der Doktorand*innen und der*des Postdoktorand*in ist die fruchtbare Wechselwirkung der einzelnen Forschungsperspektiven, die durch theoretisch-methodisch ausgerichtete Grundlagenseminare, gemeinsame Kolloquien, temporäre Projektarbeitsgruppen sowie durch Workshops und Tagungen erreicht wird, bei denen die Doktorand*innen jeweils von der*dem Postdoktorand*in unterstützt werden und in denen sie ihre Forschungsergebnisse vorstellen und kritisch diskutieren können. Es soll außerdem Raum für wissenschaftliche Eigeninitiative und den Erwerb von Erfahrungen im Wissenschafts‚betrieb‘ und in universitären Institutionen gegeben werden.
 
Thema und methodologische Ausrichtung des Forschungsprogramms bedingen dabei sowohl einen hohen Grad an Internationalität sowie engen Kontakt mit berufspraktischen Feldern in Literatur-, Kultur- und Medienbereich. Dieser Punkt ist für das Qualifizierungsprogramm von besonderer Bedeutung. Ein großes und exzellentes Netzwerk aus nationalen und internationalen Kooperationspartner*innen aus Literatur, Kultur und Medien steht sowohl als Forschungsfeld für praxeologische Forschung als auch für die berufspraktische Qualifizierung bereit. Neben der wissenschaftlichen Qualifizierung stellt das Kolleg so zugleich vielfältige Möglichkeiten der Weiterbildung in außeruniversitären Feldern bereit und setzt sich damit explizit zum Ziel, Doktorand*innen gerade auch für nicht-universitäre Karrieren zu qualifizieren. Aufgrund dieser Komponente des Qualifizierungsprogramms muss zwischen obligatorischen und fakultativen Elementen stärker differenziert werden als sonst üblich, denn für diejenigen Forschungsprojekte, die sich analytisch in Praxisfeldern unserer unmittelbaren ‚Gegenwart‘ bewegen, ist die Teilnahme und das Engagement in diesem Bereich von besonderer Relevanz.
Das Qualifizierungskonzept ist auf eine Dauer von drei Jahren angelegt und wird für die zweite Kohorte von Promovend*innen unter Einbeziehung der bis dahin erzielten Forschungsergebnisse und der Evaluationen neu aufgelegt.


 

1) Grundlagen (1.– 4. Semester)

Das obligatorische Grundlagenseminar findet in den ersten vier Semestern jeweils als zweistündige Veranstaltung vierzehntägig statt und wird von den beteiligten Hochschullehrer*innen getragen. Thematisch folgt es der Grundstruktur des Forschungsprogramms und seinen vier Forschungsfragen. Da das Forschungsprogramm vorsieht, die Problematik der ‚Gegenwart‘ und der ‚Gegenwartsliteratur‘ unter literaturwissenschaftlich-komparatistischen sowie historischen, theoretischen und praxeologischen Perspektiven zu beobachten, wird die Seminarleitung jeweils von zwei Antragsteller*innen aus unterschiedlichen Fächern übernommen. Zusätzlich sollen auch punktuell die*der Postdoktorand*in und die weiteren dauerhaft beteiligten Wissenschaftler*innen sowie Fellows eingebunden werden. 
 

2) Forschung (1.– 6. Semester)

Das Modul umfasst erstens das Forschungskolleg, das der Darstellung und Diskussion sowie der Weiterentwicklung von Arbeitshypothesen, Textproben und übergreifenden Forschungsfragen der entstehenden Dissertationen dient. Diese Sitzungen sind zweistündig und finden während der gesamten Förderperiode jeweils vierzehntägig statt. Sie sind der zentrale Ort des Austauschs innerhalb des Kollegs und zwischen den Graduierten. Getragen wird das Forschungskolleg vom Sprecher und seinen Vertretern, der Wissenschaftlichen Koordination und von den Antragsteller*innen, die als Betreuer*innen der zur Diskussion stehenden Dissertationen fungieren. Eingeladen werden nach thematischer Passung zweimal im Semester Wissenschaftler*innen aus dem Kreis der weiteren dauerhaft Beteiligten, so dass immer wieder die weiteren interdisziplinären Perspektiven in die Diskussion der Projekte eingebracht werden. Diskutiert werden in den ersten beiden Semestern Arbeitshypothesen und methodische Fragen der projektierten Dissertationen, ab dem dritten Semester dann ausgewählte Dissertationskapitel, die von allen Beteiligten jeweils vorher gelesen werden.
 
Zweitens findet im zweiten und vierten Semester ein Intensivworkshop statt, der von einer Gruppe der Kollegiat*innen mit Unterstützung des*der Postdoktorand*in und der Antragsteller*innen organisiert und durchgeführt wird. Zu einem Forschungsthema, das jeweils für eine Gruppe von Projekten besonders relevant ist, werden ein bis drei Gäste eingeladen und ein entsprechendes Lektürekorpus relevanter Forschungsliteratur zusammengestellt, das gemeinsam diskutiert wird. Der Besuch der Intensivworkshops ist für alle Kollegiat*innen obligatorisch.
 
Im dritten und fünften Semester findet jeweils eine internationale Tagung statt, die nicht nur für die Sichtbarkeit des Kollegs sorgt, sondern auch eine wichtige Möglichkeit ist, um von den wissenschaftlichen Kooperationspartner*innen zu profitieren. Sowohl für die Organisation und die Planung der Intensivworkshops als auch der Tagungen bietet es sich an, jeweils temporäre Arbeitsgruppen zu bilden, wobei alle Doktorand*innen sich im Laufe ihrer Promotion wenigstens einmal an einer solche Arbeitsgruppe beteiligen sollten. Unterstützung erhalten sie wiederum von der Wissenschaftlichen Koordination des Kollegs und der*dem Postdoktorand*in.
 
Die Mitorganisation von Workshops und Tagungen sowie die Publikation der Beiträge bieten Gelegenheit für die Kollegiat*innen, Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement zu sammeln und sich bereits früh gut zu vernetzen. Für die Publikation der Forschungsergebnisse bestehen Zusagen vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht sowie von der Zeitschrift Merkur.
 
 
 
Ein viertes Element des Moduls „Forschung“ sind fakultative zusätzliche Seminare, die von den Antragsteller*innen, den Fellows bzw. Mercator-Fellows (als Blockveranstaltungen) sowie den weiteren dauerhaft beteiligten Wissenschaftler*innen getragen werden. Zum Teil werden diese zusätzlichen Seminare auch für Master-Studierende geöffnet, um auch forschungsinteressierte fortgeschrittene Studierende für das Forschungsthema zu interessieren. Die konkrete terminliche und inhaltliche Ausgestaltung erfolgt im Hinblick auf die thematischen Schwerpunkte der Kollegiat*innen und im Fall der auch für Masterstudierende geöffneten Veranstaltungen unter Abstimmung mit den Curricula der jeweiligen Institute.
 

3) Praxis (2.– 5. Semester)

Im ersten Element des Moduls, den Laborgesprächen, werden unter organisatorischem Einbezug der Kollegiat*innen regelmäßig ein oder mehrere Akteur*innen aus Kultur, Literatur und Medien, z.B. Verleger*innen, Agent*innen, Journalist*innen, Juror*innen, Veranstalter*innen von Literaturpreisvergaben (Open Mike, Bachmannpreis etc., im Bereich der Musik: Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates), Lektor*innen, Editor*innen, Kritiker*innen, Theaterregisseur*innen, Dramaturg*innen und nicht zuletzt Autor*innen eingeladen. Diese finden zweimal im Semester (zwei bis sechsstündig) flexiblen Formen statt (Workshop, Seminar, Vortrag, Werkstattgespräch, Interview, Lesung, Podiumsdiskussion etc.).
 
Diese Veranstaltungen sollen zum Teil im internen Kreis des Kollegs, zum Teil aber auch hochschulöffentlich stattfinden. Sie verankern das Kolleg im Feld der Gegenwartsliteratur selbst und ermöglichen so – immer vor dem Hintergrund historischer und internationaler Vergleichshorizonte – eine reflection in/on action und repräsentieren diese zugleich in der (Hochschul-)Öffentlichkeit. Dieses Element des Moduls ist für die Kollegiat*innen niedrig-frequent obligatorisch: Jede*r Doktorand*in ist gehalten, an mindestens einem dieser Laborgespräche/-projekte pro Jahr teilzunehmen.
 
 
 
Berufspraxis ist das zweite Element des Moduls. Einige der Kooperationspartner*innen und die Institutionen, die sie vertreten, stellen Möglichkeiten für Praxisteilnahmen bzw. Hospitanzen unterschiedlicher Dauer bereit, so dass Doktorand*innen, deren Forschungsthemen der Analyse spezifischer heutiger diskursiver und medialer Formationen von ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ gelten, Handlungsfelder und Institutionen der (literarischen) Öffentlichkeit selbständig und unter Anleitung ‚beobachten‘ können. Im Austausch mit Partner*innen aus dem Literatur-, Kultur- und Medien‚betrieb‘, mit denen bereits im Rahmen des Praxismoduls der B.A./M.A.-Studiengänge des germanistischen Instituts und weiterer Aktivitäten der Antragsteller*innen Kooperationen bestehen, können Praxisfelder explorativ und sowohl im Hinblick auf die Forschungsfrage "4) Wie wird Gegenwart/Literatur gemacht?" als auch die berufliche Praxis ‚bespielt’ werden. Die Antragsteller*innen verfügen über ein entsprechend weit verzweigtes Netzwerk: Es bestehen Verbindungen zu unterschiedlichen Publikumsverlagen (Kadmos, Kiepenheuer & Witsch, Vorwerk 8, Reclam, Transcript), Theatern (in Bonn, Basel und Berlin), Medien und Verlagsanstalten (WDR, Phoenix, Deutschlandfunk), Zeitungen (DIE ZEIT, Süddeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger), Zeitschriften (Merkur), Archiven (DLA Marbach, Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf) und zu zahlreichen kulturellen Institutionen (Kunststiftung NRW), Literaturhäusern (Düsseldorf, Göttingen, Bonn), Agenturen, regionalen Literatur- und Kulturveranstaltungen (z.B. lit.COLOGNE) und deren namhaften Vertreter*innen sowie zu Schulen und anderen Bildungsinstitutionen (DAAD). Viel Erfahrung gibt es darüber hinaus in der Durchführung und Auswertung von Autor*innenlesungen und Werkstattgesprächen.
 
Darüber hinaus garantiert ein im Jahr 2013 zwischen der Universität Bonn und der Stadt Bonn geschlossener Kooperationsvertrag – getragen durch eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus dem Dezernat Kultur, Sport und Wissenschaft sowie dem Ressort Strategische Partnerschaften am Forum Internationale Wissenschaft der Universität Bonn (FIW) – offene Spielräume für weiterreichende, von den Interessen der Promovend*innen getragene Initiativen der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt (insbesondere im Literatur- und Musikbereich). Dazu gehört die Möglichkeit, Einblicke in kommunale Kulturpolitik, Entscheidungsprozesse und damit verbundene Folgen für den städtischen Literatur- und Kultur‚betrieb‘ zu gewinnen.
 
Weiterhin bietet das internationale Umfeld der Stadt Bonn ideale Bedingungen für die Erprobung, Beobachtung und Reflexion der praktischen Dimension von Gegenwartskonstruktion und Gegenwartsreferenz überhaupt: Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen des FIW/Ressort Strategische Partnerschaften – d.h. insbesondere mit den 18 in Bonn ansässigen UN-Einrichtungen, die in der Fokussierung auf die sogenannten ‚Grand Challenges’ Themenagenden und Handlungsfelder der Gegenwart wesentlich mitbestimmen, sowie der Deutschen Welle (mitsamt DW-Akademie und Global Media Forum) – lassen sich Workshops, eine ‚beobachtende Teilnahme‘ an supranationalen Kongressen, Exkursionen auf den UN-Campus und Hospitationen an Veranstaltungen der United Nations University Bonn organisieren. Auf diese Weise erlangen die Promovend*innen Einblick in die Arbeitsweise dieser Institutionen als gleichsam zirkulär operierende Generatoren von ‚Gegenwart’, in deren Horizont extrapolierte Zukunft und gegenwartsbezogene Diagnostik enggeführt und in Handlungsempfehlungen an die ‚Weltgemeinschaft’ übersetzt werden.
 
Einige unserer Kooperationspartner in außeruniversitären Einrichtungen sind:
 
KNRW_Logo_s.jpg KAS_Logo_blau.gif DLA_Logo_4c.jpg
Kunsstiftung NRW
Konrad Adenauer Stiftung
Deutsches Literaturarchiv Marbach
LiteraturhausBonn_Logo_schwarz.jpg Merkur_Logo_SW.jpg
Literaturhaus Bonn

Merkur
Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken
Deutscher Musikrat
     

DAAD

Bundestadt Bonn

Haus für Poesie (Berlin)

 

 

Betreuungskonzept

Die Doktorand*innen des Graduiertenkollegs werden jeweils durch ein Tandem von zwei Hochschullehrer*innen individuell betreut, wobei mindestens ein*e Betreuer*in aus dem Kreis der das Kolleg tragenden Bonner Professor*innen stammen muss. Die*der zweite Betreuer*in ist frei wählbar. Darüber hinaus bietet das Kolleg die Möglichkeit einer optionalen Drittbetreuung in Form eines Mentorings. Die Betreuungsvereinbarung, die spätestens zum Ende des ersten Semesters geschlossen wird, fixiert das Thema der Dissertation, den auf maximal drei Jahre veranschlagten Zeit- und Arbeitsplan (inklusive potentieller weiterer Qualifizierungsmaßnahmen), das Studienprogramm des Kollegs sowie die Arbeitsbedingungen bzw.die logistische und technische Ausstattung des Kollegs. Die enge individuelle Betreuung, Beratung und Begleitung sind auch im Studienprogramm fest verankert: Alle Kollegiat*innen präsentieren mindestens einmal im Jahr den Stand ihrer Arbeit im Forschungskolleg und stellen hier Teilergebnisse zur Diskussion. Zudem legen sie mindestens einmal im Jahr einen Kurzbericht über ihre Arbeitsfortschritte vor, der jeweils als Grundlage für das regelmäßige Gespräch mit ihren Betreuer*innen dient.

 

Überfachliche Qualifizierungsmaßnahmen an der Universität Bonn

Das Graduiertenkolleg ist eng in die gesamtuniversitären Strukturen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingebunden. Insbesondere sind die Angebote des Bonner Graduiertenzentrums (BGZ) für alle Promovierenden des Graduiertenkollegs geöffnet. Damit können die Doktorand*innen sowohl individuelle Beratung zu organisatorischen und administrativen Fragen der Promotion wahrnehmen als auch am Programm Promotion plus teilnehmen, in dem sich Doktorand*innen in vier überfachlichen Bereichen (Wissenschaftliches Arbeiten, Kompetenzentwicklung, Hochschuldidaktik, Karriereplanung) weiterqualifizieren. Die hier angebotenen Kurse verhalten sich zu den Wahlpflichtmodulen des Graduiertenkollegs komplementär. Das Kolleg stellt ein breites Angebot zur wissenschaftlichen Schreibpraxis, zur Hochschuldidaktik, zur Selbstorganisation und weiteren transferable skills bereit. Die Kollegiat*innen können auf die hervorragenden Ressourcen des unmittelbaren Bonner Umfelds zurückgreifen, insbesondere auf das Strukturierte Promotionsprogramm. Dieses ermöglicht es den Doktorand*innen jederzeit, neben den im engeren Sinne wissenschaftlichen Aktivitäten auch Veranstaltungen zur fachlichen (Zeitmanagement, Schreibwerkstatt) und überfachlichen Kompetenzentwicklung (z.B. zu Führung und Zusammenarbeit, Didaktik und Präsentation, inkl. Visualisierungstechniken, zu wissenschaftlicher Karriereplanung und Selbstmanagement) zu besuchen.
 

Interdisziplinäre Vernetzung

Das Graduiertenkolleg ist im Kern ein literaturwissenschaftliches Unternehmen, das die Zusammenarbeit mehrerer Philologien (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Literaturdidaktik, Komparatistik, Romanistik, Anglistik) in großer historischer Breite und methodischer Diversität realisiert. Die beteiligten Hochschullehrer*innen sind im anvisierten Forschungsfeld einschlägig ausgewiesen und durch zum Teil langjährige Kooperationen innerhalb bestehender Bonner Forschungsstrukturen (Zentrum für Kulturwissenschaft), Promotionsprogramme (Strukturiertes Promotionsprogramm, Deutsch-Italienisches Promotionskolleg, Trinationales Graduiertenkolleg Gründungsmythen Europas in Literatur, Kunst und Musik) und verschiedene jüngere und jüngste Projektaktivitäten (Workshops, Tagungen, Publikationen) im Forschungsfeld der ‚Gegenwartsliteratur‘ und ihrer Geschichte etabliert und sehr gut vernetzt. Sie sind als Mitspieler*innen und Beobachter*innen in Konzeption und Durchführung gegenwartsliterarischer Veranstaltungsformate eingebunden. Die notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit weiteren Philologien (Skandinavistik, Slavistik, germanistische Mediävistik) und anderen Fächern (Soziologie, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Medien- und Filmwissenschaft) erfolgt durch die enge Kooperation mit weiteren dauerhaft beteiligten Wissenschaftler*innen, die im Hinblick auf das Forschungsthema von besonderer Exzellenz sind und die sowohl aus der Bonner Fakultät als auch von außen gewonnen werden konnten.
 
Einige unserer Kooperationspartner in nationalen universitären Einrichtungen sind:
 

                                          

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DFG-Graduiertenkolleg  2132 
Das Dokumentarische. Exzess und Entzug
(Ruhr-Universität Bochum)
DFG-Graduiertenkolleg 1919
Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln
(Universität Duisburg-Essen)
Forschungskolleg
Schreibszene Frankfurt. 
(Goethe-Universität Frankfurt am Main)
     
United Nations University
Bonn
   

 

 

Internationale Kontakte

Ein wichtiges Ziel des Graduiertenkollegs besteht darin, die historischen und systematischen Dimensionen der Konzepte ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur’ im europäischen und amerikanischen Vergleich zu erforschen. In dieser Hinsicht kann das Kolleg von der hervorragenden internationalen Vernetzung der beteiligten Institute profitieren. Es existieren bereits zwei internationale Promotionsprogramme, die seit Jahren fest etabliert sind: Erstens das trinationale Graduiertenkolleg Gründungsmythen Europas in Literatur, Kunst und Musik, an dem die Universitäten Bonn, Paris IV (Sorbonne) und Florenz beteiligt sind; zweitens das Deutsch-Italienische Promotionskolleg Bonn-Florenz. Mit der University of Wisconsin (Madison, USA) besteht seit vielen Jahren eine Vereinbarung über den Austausch von Doktorand*innen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von internationalen Studiengängen, etwa das vom DAAD geförderte Masterprogramm German and Comparative Literature in Kooperation mit der University of St Andrews sowie die B.A.- und M.A.-Studiengänge Deutsch-Französische Studien und Deutsch-Italienische Studien. Auch auf der Ebene der Forschungskooperationen besteht ein lebendiger Austausch, wovon die große Zahl an Humboldt-Stipendiaten zeugt, die in den vergangenen Jahren bei den Antragsteller*innen zu Gast waren.
 
Die starke Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke soll für das Qualifizierungskonzept des geplanten Graduiertenkollegs zweifach nutzbar gemacht werden:
Erstens sollen aus der großen Zahl internationaler Forschungskontakte ausländische Forscher und Forscher*innen als Vortragende gewonnen werden, die im Rahmen der Ringvorlesung über die Konzeptualisierung von ‚Gegenwartsliteraturen‘ in europäischen und amerikanischen Kontexten referieren.
Zweitens soll den Kollegiat*innen die Möglichkeit gegeben werden, einen drei- bis sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an einer ausländischen Partneruniversität zu beantragen. Eingebunden ist ein solcher Forschungsaufenthalt nicht nur im Rahmen von Projekten, die sich komparatistisch mit verschiedenen Begriffen von Gegenwart und Gegenwartsliteratur auseinandersetzen, sondern von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass Gegenwartsliteratur in den ‚Auslandsphilologien‘ einen besonderen Stellenwert besitzt, u.a. auch in ihrer Funktionalisierung für den Sprachunterricht und die Landeskunde.
 
Vor diesem Hintergrund ist mit drei größeren amerikanischen Germanistik-Instituten, an denen Gegenwartsliteratur schwerpunktmäßig erforscht wird – dem German Department der University of Wisconsin (Madison, USA), dem Department of German and Romance Languages and Literatures der Johns Hopkins University (Baltimore, USA) und dem Department of Germanic Languages and Literatures der Ohio State University (Columbus, USA) – vereinbart, Forschungsaufenthalte von jeweils einer*einem Doktorand*in pro Jahr am Gastinstitut zu ermöglichen. Es besteht außerdem eine Kooperationsvereinbarung mit dem German Department in Nottingham (UK), an dem Doktorand*innen unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Göttsche eingeladen sind, mitzuarbeiten sowie mit der Universität Prag (Prof. Dr. Manfred Weinberg) und der Universität Luxemburg. Darüber hinaus können auch die bestehenden Strukturen des 2012 gegründeten europäischen Forschungsnetzwerk Cultures européennes identité européenne der Universitäten Bonn, Florenz, Paris-Sorbonne, Salamanca, Toulouse, St. Andrews, Fribourg, Warschau und Sofia (Akademie und Universität) genutzt werden.
 
Einige unserer Kooperationspartner in internationalen universitären Einrichtungen sind:
 
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University of Wisconsin-Madinson
Department of German, Nordic, and Slavic
 

Johns Hopkins University Baltimore
Department of German and Romance Languages and Literatures

The Ohio State University
Department of Germanic Languages and Literatures
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Université du Luxembourg
Faculté des Lettres, des Sciences Humaines, des Arts et des Sciences de l'Education
University of Nottingham
Faculty of Arts
School of Cultures, Languages and Area Studies
Department of German Studies
Karls-Universität Prag
Philosophische Fakultät
Institut für germanische Studien

 

 
 

 

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